Die digitale Zukunft des Geldes


Geld ist, was als Geld gilt


Geld wird seit jeher für den Aus­tau­sch von Waren benutzt. In der heu­ti­gen Zeit fin­det ein Groß­teil der Geld­trans­ak­tio­nen bereits auf elek­tro­ni­schem Weg statt, aber vor der Digi­ta­li­sie­rung waren Mün­zen und Schei­ne das gän­gigs­te Zah­lungs­mit­tel. Davor war es lan­ge übli­ch, mit Waren- oder Natural­geld im Tausch­han­del zu bezah­len.

Der Tausch­han­del war prak­ti­sch, wenn bei­de Par­tei­en jeweils haben woll­te, was die ande­re Par­tei anzu­bie­ten hat­te.

Fiat-Geld zeich­net sich durch drei Eigen­schaf­ten aus.

  1. Fiat-Geld ist staat­li­ches Mono­pol­geld. Es wird von staat­li­chen Zen­tral­ban­ken pro­du­ziert, die das Geld­an­ge­bots­mo­no­pol inne­ha­ben.
  2. Fiat-Geld wird durch Bank­kre­dit­ver­ga­be pro­du­ziert, durch Kre­di­te, die nicht durch „ech­te Erspar­nis“ gedeckt sind ; Fiat-Geld wird „ex nihi­lo“ geschaf­fen (latei­ni­sch : Schöp­fung aus dem Nichts oder Schöp­fung aus nichts).
  3. Fiat-Geld ist per se wert­los, es hat die Form von mit Tin­te bedruck­ten Papier­zet­teln und Ein­trä­gen auf Com­pu­ter­fest­plat­ten („Bits and Bytes“).
Die Aus­ga­be von Fiat-Geld durch Bank­kre­dit­ver­ga­be schafft zunächst einen künst­li­chen Auf­schwung („Boom“). Die Aus­wei­tung der Bank­kre­di­te drückt den Markt­zins künst­li­ch nach unten – und zwar unter das Niveau, das bestehen wür­de, wenn die Bank­kre­dit­ver­ga­be nicht künst­li­ch aus­ge­wei­tet wor­den wäre. Das setzt Inves­ti­tio­nen in Gang, die nur dann ren­ta­bel sind, wenn der Zins immer wei­ter abge­senkt wird. Die im Zuge eines Fiat-Geld-Booms errich­te­te Pro­duk­ti­ons- und Beschäf­ti­gungs­struk­tur muss jedoch not­wen­di­ger­wei­se frü­her oder spä­ter in sich zusam­men­bre­chen, in einer Rezes­si­on-Depres­si­on enden, die umso schwe­rer aus­fällt, je län­ger der Fiat-Geld-Boom ange­dau­ert hat.
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