Die digitale Zukunft des Geldes


Schweizer Stadt Zug wird Bitcoin-Pionier

Als erste staatliche Behörde akzeptiert die Verwaltung der Schweizer Stadt Zug künftig Bitcoins als Zahlungsmittel. Die Stadt will in Anspielung des „Silicon Valleys“ in Kalifornien zum „Crypto Valley“ werden.

Als inter­na­tio­nal ers­te Behör­de akzep­tiert die Ver­wal­tung im schwei­ze­ri­schen Zug die Digi­tal­wäh­rung Bit­co­in. Die wohl­ha­ben­de Kom­mu­ne am Zuger­see schrei­be damit Geschich­te, berich­te­te die „Neue Zür­cher Zei­tung“ am Diens­tag. Zunächst weit­ge­hend unbe­merkt von der brei­ten Öffent­lich­keit hat­te der Zuger Stadt­rat bereits am 3. Mai beschlos­sen, im Rah­men eines Pilot­pro­jekts ab dem 1. Juli Bit­co­ins für Leis­tun­gen des Ein­woh­ner­am­tes bis zu 200 Fran­ken (180 Euro) als Zah­lungs­mit­tel anzu­neh­men.

Stadt Zug in der Schweiz

Stadt Zug in der Schweiz

Man wol­le damit für Fir­men der digi­ta­len Finanz­bran­che ein Zei­chen set­zen, erklär­te Stadt­prä­si­dent Dol­fi Mül­ler. „Das ist welt­weit das ers­te Mal, dass auf staat­li­cher Ebe­ne Bit­co­ins als Zah­lungs­mit­tel akzep­tiert wer­den“, sag­te Nik­las Niko­la­j­sen, Geschäfts­füh­rer der Bit­co­in Suis­se AG, der Zei­tung.

In der Regi­on Zug haben sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mehr als 15 Fir­men der digi­ta­len Finanz­bran­che ange­sie­delt. Mit Bli­ck auf das Sili­con Val­ley in Kali­for­ni­en wird sie bereits „Cryp­to Val­ley“ genannt – in Anleh­nung an den Begriffs Kryp­towäh­rung für digi­ta­le Zah­lungs­mit­tel. Bit­co­ins kom­men bis­lang vor allem bei Zah­lun­gen im Inter­net zum Ein­satz. Abge­si­chert wer­den die teils kon­tro­vers dis­ku­tier­ten Trans­ak­tio­nen durch die soge­nann­te Block­chain-Tech­no­lo­gie. Mit ihr expe­ri­men­tie­ren auch tra­di­tio­nel­le Finanz­fir­men, weil die dezen­tra­le Spei­che­rung der Daten Trans­ak­tio­nen siche­rer machen kann.

Quel­le : dpa

Bernd Kleeberg

Bernd Kleeberg

Jahrgang 1963 / seit 1990 selbständiger Finanzmakler

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